Auf den Spuren der Höllentalbahn - Modellbahnwelt Sormitztalbahn

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Auf den Spuren der Höllentalbahn

Bahnwanderungen

Die hier beschriebene 'fränkische Höllentalbahn' führte bis 1945 von Blankenstein (Saale) weiter nach Marxgrün in's bayrische und verband somit die Thüringer Oberlandbahn mit Bayern. Marxgrün war seinerzeit Abzweigbahnhof, die Höllentalbahn zweigte hier von der Strecke >Hof - Bad Steben< ab. Letztere ist noch heute in Betrieb.

↑ 86 413 verlässt den Kanzelfelstunnel (Südportal) in Richtung Bf Hölle; vermutlich um 1960 ↑


Der 5,5 km lange Streckenabschnitt führt durch das wildromantische Tal der Selbitz und gilt als eine der am schönsten gelegenen (ehemaligen) Bahnlinien Deutschlands. Er führte über mehrere, teils sehr beeindruckende Steinbrücken und durch zwei Tunnel, den Kessel (160m) -und den Kanzelfelstunnel (35m). Wie bei Wikipedia zu lesen, wurde die Strecke >Triptis - Marxgrün< regelmäßig von Adolf Hitlers Sonderzug auf dem Weg von Berlin nach Berchtesgarden benutzt, wobei der Zug oft bombensicher im Kesselfelstunnel abgestellt wurde. Bei  Wikipedia heißt es zwar 'Kesselbergtunnel' und auch manch' Einheimischer verwendet den Namen 'Kesselberg'. Auf  Einmal Hölle und zurück wird aber eindeutig darauf hingewiesen, dass der richtige Name 'Kesselfels' lautet und diese Namensverwechselung in vielen Quellen vorkommt. Der Name 'Kesselfels' wird zudem von einem amtlichen Dokument des LRA Hof belegt, welches mir zur privaten Einsicht gegeben wurde.

↑ Streckenkarte der Höllentalbahn. (C) Horst W. Bauer. ↑


Bis 1971 fand noch geringfügiger Güterverkehr ins Höllental, bis Bahnhof Hölle, statt. Anfang der 80er Jahre begann dann der Gleisrückbau, wobei einige Teile erst 2 Jahre vor Ende der deutschen Teilung abgebaut wurden. Die entsprechenden Anlagen in Marxgrün wurden erst Ende der 90er Jahre zurück gebaut. In den letzten Jahrzehnten gab es diverse Vorstöße in Richtung Erhalt bzw. Reaktivierung der Höllentalbahn. In der früheren BRD wurde Anfang der 80er versucht, eine Museumsbahn zu etablieren und somit die Strecke zu erhalten. Mit der Wende sollte der Lückenschluss praktiziert werden. Bis heute wird daran gearbeitet, die Verbindung Höllentalbahn wieder herzustellen, leider vergebens.

Meine Wanderung führte mich vom Bahnhof Blankenstein (Saale) entlang der alten Trasse der Höllentalbahn bis nach Marxgrün, wobei ich für den Hinweg fast 6 Stunde benötigte, zurück nur 2 Stunden. So ist es, wenn man dauernd stehen bleibt, guckt, fotografiert, nochmal zurück geht, weil einem neue Überlegungen durch den Kopf gehen, sich neue An -und Einsichten auftun.

In der Karte  Wanderung Höllentalbahn finden sich sämtliche Bilder mit GPS-Daten, zudem die Wanderroute und der frühere Streckenverlauf.
(Bitte beachten Sie, das die Positionen, GPS-Koordinaten in der Karte auf Grund von Toleranzen bei der GPS-Erfassung nicht immer exakt sind. Abweichungen von bis zu 30m sind möglich)

Blankenstein (Saale) bis Kraftwerk Höllental:

Kraftwerk Höllental bis Marxgrün:

 
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